Diese Nutzungsvereinbarung liegt in mehreren Sprachen vor. Maßgeblich und rechtsverbindlich ist ausschließlich die deutsche Version. Andere Sprachfassungen dienen lediglich zu Ihrer Information.
Die finAPI GmbH, vertreten durch die Geschäftsführung, Adams-Lehmann-Straße 44, D-80797 München
(AG München, HRB 175250), E-Mail: kontakt@finapi.io, Telefon: +49 89 416177555 („finAPI“) ist
ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“), Graurheindorfer Str. 108,
D-53117 Bonn, Fax: +49 228 4108-1550, E-Mail: poststelle@bafin.de, beaufsichtigtes
Zahlungsinstitut.
Der von finAPI als Online-Dienste zur Verfügung gestellte Kontoinformationsdienst („KID“)
erlaubt es Endnutzern, ihre Kontostände und Kontobewegungen (nachfolgend „Kontoinformationen“)
von Zahlungskonten und sonstigen Konten von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten,
Kreditkartenunternehmen und anderen Finanzdatenanbietern (nachfolgend "Kontoanbieter")
auszulesen, soweit diese Konten jeweils in den Leistungsumfang zwischen dem Endnutzer und dem
Dienste-Anbieter (wie im Folgenden definiert) einbezogen sind.
Der von finAPI als Online-Dienst zur Verfügung gestellte Zahlungsauslösedienst („ZAD“) erlaubt
es Endnutzern Zahlungsaufträge und Zahlungsvorgänge beim Kontoanbieter auszulösen.
Die von finAPI angebotenen KID/ZAD Leistungen können sowohl gesetzlich geregelte Zugriffe als
auch nicht ausdrücklich gesetzlich geregelte Kontozugriffe und Zahlungsvorgänge umfassen.
Die Regelungen dieser Nutzungsvereinbarung für Endnutzer („Nutzungsvereinbarung“) regeln das
rechtliche Verhältnis zwischen finAPI und Verbrauchern und Unternehmern, die zugleich Nutzer
eines Dienstes (der auch über eine App erbracht werden kann) („Dienst“) eines Dienst-Anbieters
(„Dienst-Anbieter“) sind, welcher die Kontoinformationen verarbeitet und/oder Zahlungsaufträge
und Zahlungsvorgänge erfasst und zur Auslösung eines Zahlungsvorgangs weitergibt („finAPI
KID/ZAD“).
finAPI und der Dienst-Anbieter sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen und erbringen für den Endnutzer unterschiedliche Leistungen (zum Zusammenspiel von finAPI und Dienst-Anbietern siehe Ziffer 2.1.1).
Voraussetzung für die Erbringung von Kontoinformations- und/oder Zahlungsauslösediensten durch finAPI ist der Abschluss dieser Nutzungsvereinbarung. Hierzu wird der Endnutzer aus dem Dienst des Anbieters auf eine Webseite/Systeme von finAPI weitergeleitet. Auf dieser Webseite/diesen Systemen können vom Endnutzer folgende Aktivitäten durchgeführt werden:
a) Der Endnutzer kann die Datenschutzhinweise und die vorvertraglichen Informationen für Kontoinformationsdienste und Zahlungsauslösedienste und die Nutzungsbedingungen zur Kenntnis nehmen. Mit dem aktiven Anklicken des Opt-in Feldes und des „Weiter“ Buttons stimmt der Endnutzer den Nutzungsbedingungen zu. Mit der Zustimmung kommt der Vertrag zwischen Endnutzer und finAPI zustande („Vertragsschluss“). Die Nutzungsbedingungen stehen dem Endnutzer als Link zum Download und zum Ausdruck zur Verfügung.
b) Anschließend kann der Endnutzer seine Zugangsdaten für den Zugang zum Kontoanbieter (Benutzerkennung o.ä., PIN/Passwort sowie die 2-Faktor-Authentifizierung vgl. c)) eingeben. Teilweise hat der Endnutzer zusätzlich die Option, die Speicherung der PIN durch finAPI zu erlauben oder abzulehnen. Per Klick auf den entsprechenden Button (z.B. „Bankverbindung importieren“) werden die Zugangsdaten an finAPI übermittelt und die Verbindung zum Kontoanbieter durch finAPI hergestellt.
c) Im Zuge der zweiten Zahlungsrichtlinie („PSD2“) wird im Falle eines finAPI KID/ZAD seitens des Kontoanbieters eine starke Kundenauthentifizierung („SCA“ oder 2-Faktor-Authentifizierung) verlangt. Welche Art der SCA erforderlich ist, wird vom Kontoanbieter bestimmt. In diesem Fall muss der Endnutzer seine personalisierten Sicherheitsmerkmale, bspw. eine TAN in der Eingabemaske angeben und über finAPI an den Kontoanbieter übermitteln, sofern dies technisch möglich ist.
Die Einbindung weiterer Kontoanbieter und/oder Konten nach Vertragsschluss ist, soweit diese vom Dienste-Anbieter unterstützt werden, grundsätzlich möglich und erfolgt ebenfalls durch Weiterleitung des Endnutzers auf eine Webseite/Systeme von finAPI.
Für die Erbringung der Kontoinformations- oder Zahlungsauslösedienste durch finAPI gelten im Verhältnis zwischen finAPI und dem Endnutzer ausschließlich diese Nutzungsbedingungen. Änderungen dieser Nutzungsbedingungen werden vor ihrem Inkrafttreten rechtzeitig schriftlich, in elektronischer Form oder in Textform mitgeteilt; sie gelten als genehmigt, wenn bei der finAPI nicht binnen eines Monats nach Bekanntgabe der Änderungen ein Widerspruch des Endnutzers zugeht. Die Mitteilung kann über finAPI durch Anzeige innerhalb der Eingabemaske oder über den Dienst-Anbieter erfolgen. Ein Widerspruch berechtigt den Endnutzer zur fristlosen Kündigung dieser Nutzungsvereinbarung. finAPI wird den Endnutzer auf die Frist und die Möglichkeit zum Widerspruch hinweisen.
Der Endnutzer kann finAPI KID und ZAD aus dem Dienst des Dienst-Anbieters heraus nutzen und wird hierzu aus dem Dienst des Anbieters auf eine Webseite/Systeme von finAPI weitergeleitet. Dabei werden die Eingabe und Verwaltung der persönlichen Zugangsdaten des Endnutzers beim jeweiligen Kontoanbieter sowie die Ausführung der KID/ZAD direkt von finAPI für den Endnutzer durchgeführt. Nach Ausführung der KID/ZAD Funktionen stellt finAPI die entsprechenden Daten dem Endnutzer zur Anzeige und Verarbeitung in dem Dienst des Dienst-Anbieters zur Verfügung. Der Dienst-Anbieter erhält dabei zu keinem Zeitpunkt sensible Zahlungsdaten, die ihm einen Zugriff auf Kontoinformationen bei Kontoanbietern des Endnutzers ermöglichen. Die sensiblen Zahlungsdaten werden direkt an finAPI-Systeme übergeben, von finAPI verarbeitet und im Falle des KID von finAPI gespeichert. Die vom Endnutzer eingegebenen, sensiblen Zahlungsdaten werden durch die finAPI vor unbefugtem Zugriff geschützt. Der Endnutzer berechtigt die finAPI, die gespeicherten sensiblen Zahlungsdaten für die Ausführung eines ZAD-Vorgangs zu verwenden. Eine dauerhafte Speicherung der sensiblen Zahlungsdaten innerhalb des ZAD erfolgt nicht.
Allgemein umfassen die KID/ZAD von finAPI für den Endnutzer folgende Funktionen mit der Maßgabe, dass sich die für den Endnutzer im Einzelfall zur Verfügung stehenden Funktionen auch nach dem zwischen dem Endnutzer und dem Dienst-Anbieter vereinbarten Leistungsumfang richten, so dass gegebenenfalls einzelne der im Folgenden aufgeführten Funktionen für den Endnutzer nicht nutzbar sind:
Bereitstellung von Kontoinformationen durch einen vom Endnutzer bevollmächtigten Dienst:
Identifizierungsverfahren durch einen vom Endnutzer bevollmächtigten Dienst:
Data Intelligence Dienste
Einzelne Funktionen der finAPI KID/ZAD hängen von Produkten und Leistungen Dritter ab, auf die die finAPI keinen Einfluss hat. Dies kann dazu führen, dass einzelne Funktionen der finAPI KID/ZAD vorübergehend oder dauerhaft nicht verfügbar sein können.
Hinweise zur Verification of Payee (VOP):
Die Empfängerüberprüfung wird vor der Autorisierung der Zahlung von finAPI durchgeführt, hierbei wird geprüft, ob der eingegebene Name des Empfängers mit dem bei der Bank hinterlegten Namen des Kontoinhabers übereinstimmt. Folgende Ergebnisse der Empfängerüberprüfung werden dem Endnutzer angezeigt:
Bei einer Empfängerüberprüfung mit dem Ergebnis “match” ist die Empfängerbank in der Verantwortung, dass die Angaben zum Zahlungsempfänger zum Zeitpunkt der Prüfung korrekt sind.
Bei Überweisungen, die nicht mit dem Ergebnis “match” beantwortet werden, sondern mit close match, no match, not possible, oder die aufgrund der genannten Ausnahmen (noch) nicht verpflichtend geprüft werden können (not applicable), könnte der Überweisungsbetrag auf ein Konto überwiesen werden, dessen Inhaber nicht der von Ihnen angegebene Zahlungsempfänger ist. Sollten Sie als Endnutzer dennoch eine solche Zahlung autorisieren, tragen Sie das Risiko bei einer Fehlüberweisung aufgrund der Abweichung von IBAN und Name des Zahlungsempfängers. Eine Haftung der an der Ausführung der Überweisung beteiligten Zahlungsdienstleister ist in diesem Fall ausgeschlossen!
Abweichende Regelung für Endnutzer, die Firmenkunden (Unternehmen) sind:
Garantien und Zusicherungen von Eigenschaften durch finAPI sind im Zweifel nur dann als solche auszulegen, wenn sie in Schriftform (mit Unterschrift) erfolgen und als "Garantie" bezeichnet sind.
Dem Endnutzer stehen die Funktionalitäten von finAPI im Umfang des zwischen dem Endnutzer und dem Dienst-Anbieter vereinbarten Nutzungsumfangs zur Verfügung und die Nutzung gemäß dieser Nutzungsvereinbarung zu.
Endnutzern ist es nicht gestattet, die finAPI Funktionen in einer Weise zu nutzen, die in diesen Nutzungsbedingungen nicht ausdrücklich gestattet ist.
Endnutzer dürfen auf die finAPI KID/ZAD nicht zugreifen oder diese nutzen, um
finAPI ist berechtigt, den Zugang des Endnutzers zu sperren, wenn Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung oder eine Gefährdung der Datensicherheit vorliegen.
(i) vorsätzlich oder grob fahrlässig von finAPI verursacht wurden oder
(ii) leicht fahrlässig von finAPI verursacht wurden und auf wesentliche Pflichtverletzungen zurückzuführen sind, die die Erreichung des Zwecks dieses Vertrages gefährden oder auf die Verletzung von Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung dieses Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Endnutzer vertrauen darf (Kardinalspflichtverletzung). In diesem Fall haftet finAPI nur begrenzt auf den für einen Vertrag dieser Art typischerweise vorhersehbaren Schaden.
Im Übrigen ist die Haftung von finAPI oder des Partners token unabhängig von deren Rechtsgrund ausgeschlossen, außer finAPI haftet kraft Gesetzes zwingend, insbesondere wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit einer Person, Übernahme einer ausdrücklichen Garantie, arglistigen Verschweigens eines Mangels oder nach dem Produkthaftungsgesetz. Die Haftungsbeschränkungen gelten auch bei Ansprüchen gegen Mitarbeiter und Beauftragte von finAPI
Die Nutzung des finAPI KID/ZAD ist für den Endnutzer kostenlos.
Der Vertrag beginnt mit Vertragsschluss und wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Vertrag kann von beiden Parteien mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Kündigungen bedürfen der Textform (z.B. E-Mail).
Der Vertrag endet, ohne dass es einer Erklärung des Endnutzers oder von finAPI bedarf, wenn
Mit Vertragsende wird finAPI die personenbezogenen Daten des Endnutzers im Rahmen seines Löschkonzeptes im Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) löschen, sofern finAPI nicht gesetzlich zur Aufbewahrung berechtigt oder verpflichtet ist.
Auf diesen Vertrag und sämtliche damit im Zusammenhang stehende Streitigkeiten findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
Ist der Endnutzer Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, so ist ausschließlicher Gerichtsstand München. finAPI bleibt in diesem Fall berechtigt, am Sitz des Kunden zu klagen.
Diese Nutzungsvereinbarung gilt ausschließlich, im Falle von der Anbindung von UK Konten gelten gleichermaßen die Terms and Conditions des Partners token. Entgegenstehende oder abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Endnutzers werden von finAPI nicht anerkannt und entfalten keine rechtliche Wirkung, es sei denn, finAPI stimmt diesen zuvor ausdrücklich schriftlich zu.
Hinweise
I: Informationspflichten bei der Erbringung von Zahlungsdienstleistungen
finAPI GmbH
Adams-Lehmann-Straße 44
80797 München
Phone: +49 89 416177-555
E-Mail: kontakt@finapi.io
Web: www.finapi.io
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
E-Mail: poststelle@bafin.de
Web: www.bafin.de
Dienstsitz Bonn:
Graurheindorfer Str. 108
53117 Bonn
Dienstsitz Frankfurt:
Marie-Curie-Str. 24-28
60439 Frankfurt
Zahlungsinstitute-Register: BaFin ID 151548
und
Deutsche Bundesbank
Hauptverwaltung in Bayern
Ludwigstraße 13
80539 München
E-Mail: info@bundesbank.de
Web: www.bundesbank.de
Der von finAPI als zur Verfügung gestellte Zahlungsauslösedienst erlaubt es Endnutzern,
Zahlungsaufträge und Zahlungsvorgänge beim Kontoanbieter auszulösen.
Der Vertrag für die einzelne Zahlungsauslösung kommt hierbei zwischen dem Endnutzer und finAPI
zustande, indem der Endnutzer die hierfür erforderlichen Daten auf der Webseite der finAPI
eingibt und seine ausdrückliche Zustimmung — durch das Auslösen der Zahlung —
erklärt.
Für die Zahlungsauslösung gibt der Endnutzer auf der Webseite der finAPI die Daten für den Zahlungsauftrag ein. Dies sind insbesondere
Diese Daten können auch durch den Dienste-Anbieter vor befüllt werden.
Zum Zwecke der Zustimmung gibt der Endnutzer die personalisierten Sicherheitsmerkmale
(Benutzerkennung o.ä., ggfs. Kontonummer oder IBAN und PIN/Passwort) auf der Webseite der finAPI
ein. Mit dem Bestätigen des entsprechenden Dialogfelds gibt der Endnutzer seine ausdrückliche
Zustimmung, auf die vom Endnutzer ausdrücklich bezeichneten Konten zuzugreifen. Mit dem Anstoßen
der Übermittlung des Zahlungsauftrags von finAPI an den Kontoinhaber gilt der Zahlungsauftrag
als erteilt.
Für die Durchführung des Zahlungsauftrags muss die Transaktion vom Endnutzer ggfs. noch durch
die Eingabe einer TAN bestätigt werden.
Nach Erteilung des Zahlungsauftrags kann dieser nicht mehr widerrufen werden.
Die Möglichkeit Betragsobergrenzen für die Nutzung eines Zahlungsinstruments zu vereinbaren, ergibt es sich aus ihrem Vertragsverhältnis mit dem Kontoinhaber. Die finAPI hat hierauf keinen Einfluss.
Der von finAPI als Online-Dienst zur Verfügung gestellte Kontoinformationsdienst ist ein Online-Dienst zur Mitteilung konsolidierter Informationen über Zahlungskonten und sonstigen Konten von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten, Kreditkartenunternehmen und anderen Finanzdatenanbietern. Der Vertragsschluss zwischen dem Endnutzer und finAPI kommt für einen Kontoinformationsdienst zustande, wenn der Endnutzer die personalisierten Sicherheitsmerkmale (Benutzerkennung o.ä., ggfs. Kontonummer oder IBAN und PIN/Passwort) auf der Webseite der finAPI und durch das Bestätigen des entsprechenden Dialogfelds seine ausdrückliche Zustimmung zum Kontoinformationsdienst erteilt.
Die Nutzung der Zahlungsdienste von finAPI ist für sie unentgeltlich. Auf Entgelte, Zinsen und Wechselkurse aus Ihrem Vertragsverhältnis mit dem Kontoinhaber, hat die finAPI keinen Einfluss.
Die vorvertraglichen Informationspflichten werden dem Endnutzer vor Abschluss der jeweiligen Verträge durch finAPI zur Verfügung gestellt. Die Kommunikation zwischen dem Endnutzer und finAPI erfolgt in deutscher Sprache. Dies gilt auch für die Vertragssprache.
Im Falle eines vermuteten oder tatsächlichen Betrugs oder bei Sicherheitsrisiken wird finAPI oder der Dienst-Anbieter den Endnutzer hierüber informieren.
1. es ihm nicht möglich gewesen ist, den Verlust, den Diebstahl, das Abhandenkommen oder eine sonstige missbräuchliche Verwendung des Zahlungsinstruments vor dem nicht autorisierten Zahlungsvorgang zu bemerken oder
2. der Verlust des Zahlungsinstruments durch einen Angestellten, einen Agenten, eine Zweigniederlassung des Kontoanbieters des Endnutzers oder eine sonstige Stelle, an die Tätigkeiten Kontoanbieters des Endnutzers ausgelagert wurden, verursacht worden ist.
1. in betrügerischer Absicht gehandelt hat oder
2. den Schaden herbeigeführt hat durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Verletzung
a) einer oder mehrerer Pflichten gemäß § 675l Absatz 1 oder
b) einer oder mehrerer vereinbarter Bedingungen für die Ausgabe und Nutzung des Zahlungsinstruments.
1. der Kontoanbieter des Endnutzers eine starke Kundenauthentifizierung im Sinne des § 1 Absatz 24 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes nicht verlangt oder
2. der Zahlungsempfänger oder sein Zahlungsdienstleister eine starke Kundenauthentifizierung im Sinne des § 1 Absatz 24 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes nicht akzeptiert.
Satz 1 gilt nicht, wenn der Endnutzer in betrügerischer Absicht gehandelt hat. Im Fall von Satz 1 Nummer 2 ist derjenige, der eine starke Kundenauthentifizierung nicht akzeptiert, verpflichtet, dem Kontoanbieter des Endnutzers den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.
Der Endnutzer ist verpflichtet, seinen Kontoanbieter unverzüglich nach Feststellung eines nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgangs zu unterrichten. Ansprüche und Einwendungen des Endnutzers gegen seinen Kontoanbieter sind ausgeschlossen, wenn nicht der Endnutzer seinen Kontoanbieter nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der nicht autorisierten oder fehlerhaften unterrichtet hat.
Im Fall eines nicht autorisierten Zahlungsvorgangs hat der Kontoanbieter des Endnutzers gegen diesen keinen Anspruch auf Erstattung seiner Aufwendungen. Der Kontoanbieter des Endnutzers ist verpflichtet, dem Endnutzer den Zahlungsbetrag unverzüglich zu erstatten und, sofern der Betrag einem Zahlungskonto belastet worden ist, dieses Zahlungskonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung durch den nicht autorisierten Zahlungsvorgang befunden hätte. Diese Verpflichtung ist unverzüglich, spätestens jedoch bis zum Ende des Geschäftstags zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem dem Kontoanbieter angezeigt wurde, dass der Zahlungsvorgang nicht autorisiert ist, oder er auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat. Ansprüche und Einwendungen des Endnutzers gegen den Kontoanbieter sind ausgeschlossen, wenn dieser seinen Kontoanbieter nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit einem nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang hiervon unterrichtet hat.
9.1 Wird ein Zahlungsvorgang vom Endnutzer ausgelöst, kann dieser von seinem Kontoanbieter im Fall einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung des Zahlungsauftrags die unverzügliche und ungekürzte Erstattung des Zahlungsbetrags verlangen. Wurde der Betrag einem Zahlungskonto des Endnutzers belastet, ist dieses Zahlungskonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne den fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang befunden hätte. Soweit vom Zahlungsbetrag entgegen § 675q Abs. 1 Entgelte abgezogen wurden, hat der Kontoanbieter des Endnutzers den abgezogenen Betrag dem Zahlungsempfänger unverzüglich zu übermitteln. Weist der Kontoanbieter des Endnutzers nach, dass der Zahlungsbetrag ungekürzt beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingegangen ist, entfällt die Haftung nach diesem Absatz.
9.2 Wird ein Zahlungsvorgang vom Endnutzer ausgelöst, kann dieser im Fall einer verspäteten Ausführung des Zahlungsauftrags verlangen, dass sein Kontoanbieter gegen den Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers den Anspruch nach Satz 2 geltend macht. Der Kontoanbieter des Endnutzers kann vom Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers verlangen, die Gutschrift des Zahlungsbetrags auf dem Zahlungskonto des Zahlungsempfängers so vorzunehmen, als sei der Zahlungsvorgang ordnungsgemäß ausgeführt worden. Weist der Kontoanbieter des Endnutzers nach, dass der Zahlungsbetrag rechtzeitig beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingegangen ist, entfällt die Haftung nach diesem Absatz.
9.3 Ansprüche des Endnutzes gegen seinen Kontoanbieter nach Absatz 9.1 Satz 1 und 2 bestehen nicht, soweit der Zahlungsauftrag in Übereinstimmung mit der vom Zahlungsdienstnutzer angegebenen fehlerhaften Kundenkennung ausgeführt wurde. In diesem Fall kann der Endnutzer von seinem Kontoanbieter jedoch verlangen, dass dieser sich im Rahmen seiner Möglichkeiten darum bemüht, den Zahlungsbetrag wiederzuerlangen.
9.4 Ein Endnutzer kann von seinem Kontoanbieter über die Ansprüche nach 9.1 hinaus die Erstattung der Entgelte und Zinsen verlangen, die der Kontoanbieter ihm im Zusammenhang mit der nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung des Zahlungsvorgangs in Rechnung gestellt oder mit denen er dessen Zahlungskonto belastet hat.
9.5 Wenn bei Beteiligung mehrerer Zahlungsdienstleister an dem Zahlungsvorgang von diesen Zahlungsdienstleistern mindestens einer innerhalb und mindestens einer außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums belegen ist, ist Absatz 9.1 bis 9.2 auf die innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums getätigten Bestandteile des Zahlungsvorgangs nicht anzuwenden.
Bei Beschwerden können sich Endnutzer gemäß § 60 ZAG an die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wenden. Die Beschwerden sind schriftlich oder zur
Niederschrift bei der BaFin einzulegen und sollen den Sachverhalt sowie den Beschwerdegrund
angeben. Die Beschwerde ist zu richten an:
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn
finAPI ist grundsätzlich bereit, an Streitbeilegungsverfahren bei der Schlichtungsstelle der
Deutschen Bundesbank teilzunehmen. Die Schlichtungsstelle bei der Deutschen Bundesbank ist eine
behördliche Verbraucherschlichtungsstelle. Ihr sachlicher Zuständigkeitsbereich ist gesetzlich
festgelegt.
Schlichtungsstelle bei der Deutschen Bundesbank
Postfach 10 06 02
60006 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 9566-3232
E-Mail: schlichtung@bundesbank.de
Internet:
https://www.bundesbank.de/de/service/schlichtungsstelle